Fokus Afghanistan – Zwischen Terror und Wiederaufbau am Hindukusch

Rückblick

Am Dienstag, den 13. Dezember 2016, fand der fünfte Teil der vom EDIC Dresden organisierten Länderreihe „Fokus“ statt. Die gemeinsam mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Umweltzentrum Dresden e.V. organisierte Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema "Afghanistan" lockte rund 200 Gäste in den Marta-Fraenkel-Saal des DHMD und wurde erneut mit freundlicher Unterstützung durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gefördert.

Der Abend begann auf Wunsch der afghanischen Mitwirkenden mit einer Schweigeminute für die Freiburger Studentin Maria L., die zwei Monate zuvor Opfer eines Gewaltverbrechens durch einen aus Afghanistan stammenden Flüchtling geworden war.

Dr. Ulrich Brückner vom Rednerdienst TEAM Europe der Europäischen Union gab in Vertretung des kurzfristig erkrankten Referenten Thomas Ruttig dankenswerterweise einen kurzen Überblick über Afghanistan, bevor er auf die Rolle der EU, u.a. als Ausbilder und Geldgeber vor Ort, sowie das im Oktober 2016 geschlossene Abkommen zwischen der EU und Afghanistan einging.

 

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Dr. Ulrich Brückner von Rednerdienst TEAM Europe der Europäischen Union. Am Auswärtigen Amt in Berlin bildete er u.a. afghanische Diplomaten aus.

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In seinem Vortrag gab Dr. Brückner u.a. Einblicke in das Land, seine Geschichte und Kultur sowie die politischen Verhältnisse in Afghanistan.

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Anschließend übergab Moderator Stefan Mertenskötter, langjähriger Geschäftsführer des Umweltzentrum Dresden e.V. und Initiator der ABC-Tische, das Wort an die sechs Afghan*innen, die „ihr“ Afghanistan vorstellen.

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Babrak Mehrabuddin berichtete u.a. von seiner Ehrenamtstätigkeit in einem Altenpflegeheim in Dresden.

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Latif Pardes zeigte ein Afghanistan-Bild aus Zeiten, bevor das Land in einen Jahrzehnte währenden Krieg gerissen wurde, und wie sich die Situation heute oft darstellt.

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Karim Salehi hatte in Afghanistan als Journalist gearbeitet, bevor er nach Deutschland kam.

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Farzana Farzad berichtete über die schwierige Lage der Frauen, welche sich in einer archaisch-patriarchalischen Männerwelt behaupten müssen.

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Najib Muhebi stellte u.a. das landestypische Fladenbrot, Bolani, vor.

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Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Publikumsdiskussion, bei der sich zahlreiche Anwesende zu Wort meldeten.

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Dr. Brückner im Gespräch mit dem Publikum.

 

 

Veranstaltungsankündigung
 

Fünfter Abend des Veranstaltungszyklus "Länderreihe"  zu Herkunftsländern von Flüchtlingen

Afghanistan stößt aktuell weder in der Politik noch in den Medien auf prominentes Interesse, dennoch gibt es viele Gründe für die vorwiegend junge Generation, aus ihrem Land zu fliehen: nahezu täglicher Terror und Bedrohung durch die Taliban und den IS treffen auf schwache Staatsstrukturen im Wiederaufbau und starke Drogen-Handelsrouten. Mit der gut gebildeten Jugend fehlt jedoch die wichtigste Stütze zum Wiederaufbau des Landes.
Was war und was ist Afghanistan für ein Staat? Erleben Sie Geschichte und Geschichten aus einem Land, dessen größte Kraft und gleichzeitig größte Gefahr in der Vielfalt seiner Ethnien und Glaubensrichtungen liegt.

Dr. Ulrich Brückner vom Rednerdienst TEAM EUROPE  der Europäischen Union wird Afghanistan aus EU-Sicht beleuchten, u.a. welche Auswirkungen das im Oktober 2016 geschlossene Abkommen zwischen Afghanistan und der EU haben könnte.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network und ehemaliger Diplomat in Afghanistan kennt das Land bereits seit den 1980er Jahren und kann Einblicke in eine Region geben, die den meisten Deutschen nach wie vor vermutlich völlig unbekannt ist.

Der fünfte Länderabend findet am Dienstag, den 13.12.2016, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, Marta-Fraenkel-Saal statt. Die Veranstaltung wird wieder mit freundlicher Unterstützung durch die ZEIT-Stiftung gefördert.

 

Die Referenten:

Dr. Ulrich Brückner ist seit 1999 Mitglied des Rednerdienstes TEAM EUROPE der Europäischen Union und beschäftigt sich mit politischen, institutionellen sowie wirtschaftlichen Fragen der Europäischen Integration. Am Auswärtigen Amt in Berlin bildete er u.a. afghanische Diplomaten aus. Ulrich Brückner hat in Würzburg und Berlin Politikwissenschaft, Geschichte und Literatur studiert und an der FU Berlin mit einer Arbeit über die Rolle der Europäischen Kommission im Prozess der Europäischen Integration promoviert.

Thomas Ruttig ist Co-Direktor und Mitbegründer der in Kabul ansässigen gemeinnützigen Organisation Afghanistan Analysts Network (AAN). Nach einem Studienabschluss in Asienwissenschaften (u.a. Afghanistik) an der Humboldt-Universität in Berlin, arbeitete er 12 Jahre als Auslandsredakteur sowie freischaffender Journalist und verbrachte mehr als 10 Jahre in Afghanistan und Pakistan. Thomas Ruttig war 1988 bis 1989 Diplomat an der Botschaft der DDR in Kabul und arbeitete von 2000 bis 2003 als Berater für politische Angelegenheiten für zwei UN-Missionen. Von 2004 bis 2006 arbeitete er als politischer Berater für die Deutsche Botschaft in Kabul.
Er verfasst auf seinem eigenen Blog regelmäßig Artikel über Afghanistan.


Moderation: Stefan Mertenskötter langjähriger Geschäftsführer des Umweltzentrum Dresden e.V. und Initiator der ABC-Tische.

 

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Normalität in einem seit über 35 Jahren von kriegerischen Konflikten heimgesuchten Land. (Bild: Pixabay.com)
 


Voraussichtlicher Programmablauf

  • Vortrag – Dr. Ulrich Brückner
  • Vortrag – Thomas Ruttig
  • Fotopräsentation "Mein Afghanistan" in Dresden lebender Afghan*innen
  • Offene Diskussion mit dem Publikum

Es wird eine Übersetzung der Vorträge auf Dari angeboten.

Eintritt 3 €, Ermäßigungsberechtigte und DHMD-Jahreskarteninhaber frei.

 

Das Deutsche Hygienemuseum ist bequem mit den Straßenbahnlinien 10 und 13 (Haltestelle Großer Garten/Deutsches Hygiene-Museum) sowie 1, 2, 4 und 12 (Haltestelle Deutsches Hygiene-Museum) zu erreichen.

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Die Veranstaltung findet im Deutschen Hygiene-Museum Dresden am Lingnerplatz 1 statt.

 

 

 

 

Veranstaltungsfakten

„Fokus Afghanistan – Zwischen Terror und Wiederaufbau am Hindukusch“

13. Dezember 2016, Dienstag, 19 Uhr

Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
 
 
Veranstaltungsflyer     Dari         Deutsch
 
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Kontakt

Europe Direct Informationszentrum  (EDIC) Dresden
Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden

Katharina Grzesik

Tel.: 0351/4 94 33 66
Fax: 0351/4 94 34 00
E-Mail: europe_direct(at)uzdresden.de

Mit freundlicher Unterstützung der

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Kooperationspartner

In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum Dresden und dem Umweltzentrum Dresden e. V.

 

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