Wildvogelauffangstation - Erste Hilfe für Pechvögel

Schlag auf Schlag

Es werden zunehmend mehr Vögel in der Wildvogelauffangstation versorgt. 2015 waren es über 1000 Wildvögel. Eine genaue Auflistung findet ihr in der rechten Kolumne. ußerdem passiert bei unseren Wildvögeln immer so viel, dass wir seit kurzem eine eigene Facebookseite eingerichtet haben - für alle Liebhaber unserer gefiederten Freunde ein MUSS: https://www.facebook.com/Wildvogelauffangstation-Umweltzentrum-Dresden-e-V-1208149559199050/ 

Daneben richten sich die ersten Stadttauben im Taubenschlag der Wildvogelstation auf der Centrum-Galerie ein. Aber nur außerhalb der Bauzeiten, denn fertig ist er noch nicht ganz, der Schlag. Mit dem Unterschlupf sollen zwei Ziele erreicht werden: Die Wildvögel sollen ein sicheres, weitgehend gefährdungsfreies neues Zuhause bekommen. Gleichzeitig wird es dadurch möglich sein, eine Art "Geburtenregelung" vorzunehmen, in dem man den Tauben Ei-Attrappen zum "Ausbrüten" unters Gefieder schmuggelt. Die Idee ist nicht neu und wird z. B. im schweizerischen Basel erfolgreich umgesetzt. Wir berichten, welche Erfahrungen wir in Dresden sammeln. Wir werden den verwilderten Tauben ein Heim im Zentrum Dresdenszu geben und sie durch Geborgenheit und Futter zu einem Taubenschwarm entwickeln, der seine Zeit hauptsächlich auf dem Dach der Centrum-Galerie verbringen wird, damit seinen Kot auch dort gezielt absetzt und das Problem der Verschmutzung auf und um die Centrum-Galerie vermindert. Wir danken vor allen den Verantwortlichen der Centrum-Galerie, die auf eine zeitgemäße und tierschutzgerechte Lösung der innerstädtischen Taubenproblematik setzen.

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zwei "Wildvögel" im Taubenschlag, 3. Mai 2016, Foto: C. Nikol

 

Unser Weihnachtsgeschenk 2015: verletzter Seeadler wieder zurück in der Natur

 
Das wahrscheinlich schönste Weihnachtsgeschenk für unsere Aktiven in der Wildvogelauffangstation und Indiz für ihren 24/7-Job war die Auswilderung unseres prächtigen Seeadlers: AB IN DIE FREIHEIT mit dem Kerlchen, hieß es pünktlich zum Heiligabend 2015. Nach einer kurzen Orientierungsphase am Boden flog der ca. 2-jährige Terzel auf und davon, um sich seiner wieder gewonnenen Freiheit klar zu werden und die Umgebung zu erkunden. Ort des Geschehens: das Seengebiet von Moritzburg, da wo er 14 Tage zuvor hilflos im Schlamm steckend geborgen werden konnte.
 
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Weihnachtsgeschenk am Heilig Abend: Unser verletzter Seeadler konnte die Vogelstation verlassen und im Moritzburger Teichgebiet in die Freiheit entlassen werden.

 

Pünktlich zum Herbstanfang: Stachliger Neuzugang

Zurzeit beherbergt unsere Wildvogelauffangstation zahlreiche gefiederte Tiere und seit kurzem auch noch einen zweiten Igel neben Igel Igor.

Igel Igor kam vor kurzem in die Station, wurde am Anfang viermal täglich und sogar dreimal pro Nacht gefüttert, bekam Fencheltee mit Honig und ein Wärmekissen, da er zu klein und schwach war.

Weitere Artgenossen sind seither hinzugekommen. Über den Winter werden auch sie vom Team der Wildvogelauffangstation liebevoll betreut und gepflegt. Es sei denn, wir finden Igelfreunde, die ihrerseits Quartier bieten, was für unsere Kapazitäten in der Wildvogelauffangstation sehr entlastend wäre. Wir drücken die Daumen für eine baldige Genesung und beneiden die beiden jetzt schon um den anstehenden Winterschlaf!

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FÖJ`ler Nico mit dem kleinen Patient

 

Weitere allgemeine Informationen zur Wildvogelauffangstation finden Sie im folgenden Text:

 

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Die Wildvogelauffangstation auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden GmbH.

 

Ausgelastet ist sie eigentlich immer, unsere Wildvogelauffangstation: Manchmal sind es mehr Kinder als Vögel, ein anderes Mal drückt die Sommerhitze so stark, dass der Mauerseglernachwuchs verzweifelt aus den Nestern springt, obwohl er noch nicht flügge ist, abstürzt und dank fürsorglicher Tierliebhaber in der Notfallaufnahme unserer Vogelstation auf dem Firmengelände der Stadtentwässerung Dresden GmbH Aufnahme findet. Von einem ist aber immer genug da: Das Engagement und die vielen Ideen unserer Stationsmitarbeiter sind nicht nur in Umweltzentrumskreisen bekannt und geschätzt. Seit 2007 kann das Umweltzentrum diese „Notaufnahme“ betreiben, die rund um die Uhr verletzte, kranke und hilflose Wildvögel aufnimmt und mit dem Ziel der Wiederauswilderung gesund pflegt.

Quasi „nebenbei“ werden durch ehrenamtliche Mitarbeiter Nistkästen angefertigt und eingebaut, Futterhäuschen und Insektenhotels zum Verkauf angeboten und Besucher, häufig Schülergruppen, durch die Anlage geführt. Kein Wunder, dass dieser Ort bei weitem die absolute Lieblingseinsatzstelle für ehrenamtliche Mitarbeiter, Praktikanten, FÖJler und Beschäftigte aller nur denkbarer Förderprogramme ist. 2014 wurden hier mit einer festangestellten Mitarbeiterin, vier Mitarbeitern des Bundesfreiwilligendienstes und FÖJlern sowie elf Ehrenamtlichen insgesamt 741 Vögel gepflegt.

Bergung, medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege unserer tierischen Patienten kosten jährlich ca. 85.000 Euro. Ohne private Spenden würde es uns nicht gelingen, diese Summe aufzubringen, decken die öffentlichen Mittel doch nicht einmal 50% dieser Kosten. Wir freuen uns daher über jede Zuwendung! Mit Ihrer Spende helfen Sie uns Futtermittel zu kaufen, aus dem Nest gefallene Turmfalken zu retten oder Mauerseglern mit gebrochenen Flügeln wieder das Fliegen zu lehren.


Kontoverbindung:
Umweltzentrum Dresden
IBAN: DE68 8505 0300 3120 1358 00
BIC: OSDDDE81XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden,
Verwendungszweck: Spende Vogelstation + Adresse
Geben Sie bei der Überweisung bitte immer Ihre Adresse an, damit wir Ihnen eine Zuwendungsbescheinigung schicken können.

Kontakt

Wildvogelauffangstation
Scharfenberger Straße 152

Saskia Keller

Telefon für alle Vogel-Notfälle:
0172/6 45 43 12
werktags ab 8.30 Uhr,
am Wochenende 9.00 – 12.00 Uhr

Telefon: 0351/26 35 15 44
Email: vogelstation(at)uzdresden.de

In der Station gepflegte Vögel
Mit freundlicher Unterstützung durch
Sustainable Development Goals
Nr. 15 Schutz der Landökosysteme

Ziele nachhaltiger Entwicklung

Die Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN). Sie dienen der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene und gelten seit dem 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) für alle Staaten der Welt.

Nr. 15 Schutz der Landökosysteme - Life on land

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen