Eure Stimme für unsere ABC-Tische hier: www.dresdner-agenda21.de!

Nominiert für den Publikumspreis der Lokalen Agenda 21 für Dresden e. V. - Gebt uns Eure Stimme!

Wir freuen uns! Freut Euch mit und gebt uns ab Montag, den 19. September als "unser Publikum", "unsere teachers", "unsere Spender", "unsere Unterstützer" Eure Stimme auf der website des Vereins: http://www.dresdner-agenda21.de! Wir haben die ABC-Tische der Jury des Agendavereins, in dessen Vorstand auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist, vorgestellt und dürfen nun, zusammen mit dem www.juedischerfrauenverein-dresden.de, www.sukuma.net/stories-of-change und www.elixir-dresden.de um den Publikumspreis kämpfen. Wir zählen auf Euch ;-)! Danke!

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Große Freude bei Geoffrey Brown, der seit über einem Jahr die ABC-Tische des Umweltzentrums betreut. We are up for a prize, yeaaa! Foto: Bettina Niesar

Sommer, Sonne, Stadtmuseum - Die ABC-Tische im zweiten Jahr!

Zufälle sind häufig gut für Einfälle. Und so mussten wir auf Wunsch unserer Gastgeber im Albertinum über ein "Sommerquartier" für unsere ABC-Tische in den Monaten Juli und August nachdenken. Der Lichthof des Albertinums, seit 8. Oktober 2015 unser eigentliches Domizil, wurde in dieser Zeit für eine tägliche, mit den Besuchern interagierende performance des britischen Künstler Tino Seghal gebraucht. Wir nahmen also alte Gesprächsfäden mit dem Stadtmuseum auf - und "handelten" uns prompt eine neue Einladung einer Kultureinrichtung mitten in Dresdens Stadtzentrum ein. Seither und noch bis Oktober 2016 finden die ABC-Tische nun in dessen Cafeteria statt. Und wir sind begeistert. Von der Atmosphäre des lichtdurchfluteten, freundlichen Raums und seiner Möglichkeiten, auch draußen unterm Sonnenschirm zu sitzen. Vom Personal des Stadtmuseums, das uns genau wie die Mitarbeiterschaft es Albertinums, herzlich empfängt und unterstützt. Von den vielen ehrenamtlichen Dresdnerinnen und Dresdnern, die uns auch hierher gefolgt sind. Und nicht zuletzt von den Geflüchteten, die weiterhin zahlreich zu uns kommen und dankbar für jede Unterstützung sind.

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Die ABC-Tische des Umweltzentrums: Lernen und Beisammensein und Spaß haben. Im Herzen der Stadt. Zum Beispiel in der Cafeteria des Stadtmuseums Dresden.

Und wir haben Ideen. Die ABC-Tische des Umweltzentrums laufen jetzt seit über einem Jahr. Fast täglich, von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr. Wir denken, dass diese Regelmäßigkeit, diese Zuverlässigkeit und die unkomplizierte Art, sich einzubringen, den Erfolg der Tische bisher ausmacht ... auf dem wir uns aber nicht ausruhen wollen, sondern der uns Ansporn für Gedanken an die Zukunft ist. Die meisten Geflüchteten sind jetzt alle mindestens seit ein paar Monaten in Dresden, ihr Deutsch hat sich verbessert, sie kommen im Alltag ganz gut zurecht. Das heißt aber auch, dass ihre Sprache, dass ihre Probleme (immer noch kein Sprachkurs, immer noch kein Job, Langeweile...) differenzierter werden und wir sowohl auf dem einen als auch dem anderen Gebiet entsprechend reagieren müssen und können. Die großen Lerngruppen der Anfangstage sind passé, individuelle Kleingruppen gefragter denn je.

Mit Ihrer Hilfe können wir auch das schaffen. Haben Sie aktuell Zeit, uns einmal in der Woche für 2 Stunden Ihre Sprache als "Deutschbegleiter" und Ihr Ohr für die "Alltagsproblemchen" der Geflüchteten zu leihen? Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen und bedanken uns herzlich für jede schon geleistete Hilfe. Wie viel Gutes Sie mit Ihren Spenden und Ihrer Hilfe möglich machen und was die ABC-Tische für jeden einzelnen der Geflüchteten bedeuten, können wir an den tagtäglichen friedlich-freundlichen Begegnungen festmachen und diese aus unserer Sicht beschreiben:

Die ABC-Tische des Umweltzentrums sind...
... der „erste Zentimeter Zuversicht“ – auf beiden Seiten! Und wahrscheinlich sind wir schon dabei, den zweiten Zentimeter zu gehen :)!

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Unser komfortables und freundliches ABC-Tische-Winterquartier im Lichthof des Albertinums.

Mit Herz, Verstand und Spendenbedarf: Zwei Angebote des Umweltzentrum Dresdens für Asylsuchende

1. Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber im Asylverfahren

Schon vor dem Sommer 2015 haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob und wie wir auf unserer Außenstelle Bremer Straße auf dem Gelände des ehemaligen Äußeren Matthäusfriedhofs in unseren Artenschutzprojekten, Landschaftspflegemaßnahmen und im Bereich Floristik auch mit Asylsuchenden arbeiten könnten.

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Das Torhaus des Ehem. Äußeren Matthäusfriedhofs, Bremer Str. 18. Hier führen wir seit Mai 2015 zwanzig Arbeitsgelegheiten für Asylbewerber mit laufendem Asylverfahren durch.

Die Arbeitsgelegenheit für Asylbewerber - dem 1-EUR-Job vergleichbar - erschien uns dafür eine formell einfache und schnell umsetzbare Möglichkeit zu sein. Seit Mai 2015 bieten wir daher 20 dieser Arbeitsgelegenheiten in den genannten Bereichen an. Das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk (SUFW) e. V. führt die Maßnahme durch, das Sozialamt fördert die Personalstellen mit einem Sozialarbeiter und einem Fachbegleiter, das Umweltzentrum Dresden schließlich den Grund und Boden. Für alle Beteiligten ist das ein großer Gewinn, misst man die Arbeitsgelegenheiten an ihrem Wert für ein gelungenes Miteinander zwischen Einheimischen und Asylsuchenden, eine Super-Integrationsmaßnahme, die man sich kaum besser vorstellen könnte. Finanziell gesehen ist es schwierig bzw. ein klares Verlustgeschäft  für das Umweltzentrum Dresden, das diese Arbeit in 2016 aber unbedingt fortzusetzen möchte. Dafür muss Eines gelingen: Anfallende Betriebskosten (Wasser, Heizung, Strom, Betrieb des ehem.Friedhofs-Geländes) müssen durch den Träger - hier: das UZD - selbst erwirtschaftet werden, Kosten von rund 6.000 EUR pro Jahr schlagen zu Buche.

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Eines von zwei Angeboten des Umweltzentrums an Asylsuchende: Henry Seifert arbeitet mit Asylbewerbern im Rahmen einer sogenannten Arbeitsgelegenheit (ähnlich dem 1-EUR-Job) in der Natur- und Landschaftspflege auf dem ehem. Matthäusfriedhof.

2. ABC-Tische - Erste Schritte und erste Worte auf Deutsch

Sommer 2015. Die erste EAE (Erstaufnahmeeinrichtung) Dresdens für Flüchtlinge in der Friedrichstadt wird quasi über Nacht eröffnet. Unsere Außenstelle, der ehemalige Äußere Matthäusfriedhof auf der Bremer Str. 18, liegt schräg gegenüber der „Zeltstadt“. Die Stadt brütet unter Temperaturen jenseits der 30-Grad-Celsius-Grenze und wir über der Frage: Was können wir tun, um den ankommenden Flüchtlingen zu sagen: Wir verstehen Eure Not, wir ahnen, warum ihr aus euren Ländern geflohen seid, wir können Euch unterstützen, seid uns willkommen! Das Wetter gab uns Antwort auf unsere Frage, denn die sengende Hitze war im schattenfreien Zeltlager weitaus schwieriger zu ertragen als auf „unserem alten Friedhof“.

Seit 2013 haben wir ihn per Erbbaupacht in unserer Obhut, pflegen Grabanlagen, Häuser, Gärtnerei und Floristik-Handwerk und das parkähnliche Gelände als Schutzraum für Natur und Mensch. Das war dann auch das Stichwort: Schutzraum. Das schattige, grüne Gelände hatte alle Vorzüge, die das Lager gegenüber nicht bieten konnte. Und so öffneten wir die Tore und hießen von August bis Oktober fast täglich zunächst Frauen mit ihren Kindern und Familien willkommen, die auf einem eilig aber liebevoll improvisierten kleinen Spielplatz spielen und sich von der Zelt- und Betonhitze gegenüber erholen konnten. Fast zeitgleich entstanden die ABC-Tische für Erwachsene, die erste Worte auf Deutsch lernen und Dresdner kennen lernten, die sich freiwillig mit ihnen an den Tisch setzten, ihnen beim Lernen halfen, einfach für sie da waren und es teilweise bis zum heutigen Tage sind.

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Wie alles begann: Grünes Klassenzimmer mit improvisierten Tischen und bester Laune - unsere ABC-Tische auf dem ehem. Friedhof

Kurze Wege - langer Atem

Unsere Angebote auf dem ehem. Friedhof waren vor allem denjenigen im Zeltlager der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) der Bremer Straße 25 vorbehalten, die kurze Wege brauchten, das heißt für den Spielplatzbereich kleine Kindern mit ihren Müttern und alte Menschen, denen der Weg ins Ostragehege oder an die Elbe oder auf einen anderen Spielplatz eher nicht zuzumuten gewesen wäre. Sie waren eine kleine Minderheit im Zeltlager des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und freuten sich riesig über diese Abwechslung und den ihnen gebotenen Raum: Der Sandkasten wurde rege genutzt, die Bademöglichkeiten je nach Wetter natürlich auch, es gab gespendetes Spielzeug, besonders Malzeug und kleine Fahrräder zum Ausprobieren, ein großes Trampolin lud zum Toben ein. Freiwillige brachten regelmäßig Obst und kleine Leckereien vorbei - welch ein Genuss!

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Angebot für die Kleinsten und etas Größeren: Kinderkino des Vereins Akifra e. V.

Kurze Wege wollten wir auch denen bieten, die unkompliziert und ohne jede Bürokratiehürde erste Worte Deutsch lernen (wie Begrüßungsformeln, zu den Themen Gesundheit, Dresden, Einkaufen usw. usf.) und "echte Dresdner außer Dienst" kennenlernen wollten. Nun ist der Weg in die Stadtmitte, ins Albertinum, die Kunsthochschule, das Stadtmuseum oder das Marie-Curie-Gymnasium für viele zwar ein Stück länger geworden, aber beide Seiten zeigen langen Atem: Das Umweltzentrum organisiert die Freiwilligen bis heute und bringt sie mit Flüchtlingen zusammen und: sowohl Freiwillige als auch Geflüchtete lassen sich einladen und kommen an unsere ABC-Tische, fast genauso zahlreich und täglich zuverlässig wie im Sommer, immer dienstags bis samstags von 15.00 bis 17:00 Uhr. Jede und jeder kann mitmachen und es kommt am ehesten darauf an, Situationen schlagfertig, humorvoll, experimentell und miteinandern zu meistern. Wir nehmen an dieser Stelle gern jede weitere Unterstützung an!

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Ob auf dem Matthäusfriedhof, im Albertinum oder im Stadtmuseum: Wir bringen ehrenamtliche Dresdner mit geflüchteten Menschen zusammen. Tag für Tag, Woche um Woche. Seit Juli 2015.

Spenden? Ja gerne! Und das hilft konkret:

Viele Hände und Köpfe haben schon dazu beigetragen, die ABC-Tische fortzuführen. Seit Ende Juli 2015 sind wir dabei! Diese Arbeit bedeutet aber auch, dass wir zusätzliches Geld in die Hand genommen haben, um dieses als Nachbarschaftshilfe begonnene Projekt anzuschieben und es nun fortführen zu können. Sachmittel müssen bezahlt, Personal (aktuell 1 Teilzeitstelle und eine Aufwandsentschädigung) für den unersetzlichen Dienst in der Organisation der ABC-Tische bezahlt werden. Wir wollen weitermachen, Ende des Projekts NICHT absehbar!

Auch die Arbeitsgelegenheiten möchten wir fortsetzen, als quasi zweite Stufe der Integration für Asylsuchende, die schon in einem ordentlichen Asylverfahren registriert sind. Um das zu schaffen, müssen rund 6.000 EUR an Betriebskosten für die Arbeit auf dem ehemaligen Äußeren Matthäusfriedhof aufgebracht werden.

Jede Ihrer Spenden hilft und kommt direkt unserer Flüchtlingshilfe zugute:

Unser Spendenkonto:

Kontoverbindung:
Umweltzentrum Dresden
IBAN: DE68 8505 0300 3120 1358 00
BIC: OSDDDE81XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden,
Verwendungszweck: Spende "Flüchtlingsarbeit" + Postadresse

Bitte beim Verwendungszweck unbedingt Postadresse angeben. Wir können sonst keine Zuwendungsbescheinigung zusenden!

Ganz herzlichen DANK allen bisherigen Spendern und Unterstützern, ohne die wir diese Arbeit nicht leisten könnten.

 

Ansprechpartner

Stefan Mertenskötter

Telefon: +49 157 32 73 80 88
Email: stefan.mertenskoetter(at)uzdresden.de

Partner
Spenden

Uns haben schon über hundert Privatpersonen und Firmen mit einer Sach- oder Geldspenden unterstützt. Wir danken Ihnen allen! 

  1. Dresden Weltoffen
  2. Radio-Körner
  3. PAN Veranstaltungslogistik
  4. Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE
  5. Matthäuskirchgemeinde in Dresden Friedrichstadt
  6. Sächsischer Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe e. V.
  7. AOK
  8. SAP SE
  9. Memo AG
  10. Kika - der Kinderkanal
  11. sowie 127 Privatpersonen
aktuelle Postkarte (Englisch) und Flyer