Schiffchen falten zur Erinnerung an das Jahrhunderthochwasser 2002 in Dresden


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Eine Mitmach-Aktion für Jedermann entlang der Elbe zum 10. Jahrestag des Elbehöchststandes 2002

Am 17. August 2002 erreichte die Elbe in Dresden ihren historischen Höchststand von 9,40 m. Große Teile der Stadt waren von dem Hochwasser betroffen, Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört. Viele Menschen waren verzweifelt, aber auch die Hilfe und Unterstützung aus Nah und Fern enorm.
Nicht nur die Schäden wurden in den letzten 10 Jahren beseitigt, es wurde auch sehr viel Geld in den technischen Hochwasserschutz investiert. Eine Jahrhundertflut kann jeder Zeit wieder auftreten und alle getroffenen Maßnahmen bieten keinen absoluten Schutz. Deshalb ist es wichtig, dass die Erinnerung an das Jahrhundert Hochwasser 2002 wach gehalten wird.
Die Aktion "Schiffchen falten" sollte dazu einen kleinen Beitrag leisten. An den 6 Stationen entlang des Elbradwegs in Dresden konnte jedermann mit Unterstützung aus vorbereiteten Bastelbögen Schiffchen falten und auf Weidenruten in Hochwasserniveau stecken.
Als am Ende des Tages viele hundert Schiffchen über den Elbwiesen schwebten, entstanden Bilder, die sich in das Gedächtnis einprägen und an die Jahrhundertflut erinnern.

 

Schiffchen falten zur Erinnerung an das Jahrhunderthochwasser 2002 in Litoměřice

Am 13. August 2002 wird im Bezirk Ústí um 11 Uhr der Notstand ausgerufen. Die Dörfer an der Elbe werden evakuiert. Im Kreis Litoměřice bereitet man sich auf ein Jahrhunderthochwasser vor, der Strom wird abgeschaltet und die großen Chemiewerke stellen die Produktion ein. Das Hochwasser erreicht seinen Scheitelpunkt am 16. August. Im Kreis Litoměřice ergießt sich die Hochwasserwelle – vor allem am Zusammenfluss von Elbe und Eger – auf einer Breite von bis zu 10 km, rund 30 Dörfer und mehrere kleinere Städte werden überschwemmt.
Innerhalb der letzten Jahre wurden viele Hochwasserschäden beseitigt, einige sind aber bis heute sichtbar. Dies betrifft vor allem die Kulturdenkmäler. Die Natur hat uns ihre Macht demonstriert, aber auf der anderen Seite zeigte sich auch die Solidarität zwischen den Menschen. Beides darf nicht vergessen werden. Infostände und ein Programm auf der Insel „Střelecký ostrov“ sowie eine Fotoausstellung in der gotischen Burg in Litoměřice erinnterten an diese Ereignisse.
 

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Středisko ekologické výchovy SEVER Litoměřice

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